06.11.2020

Intervallfasten – Wissenschaft und Praxis

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Intervallfasten ist keine Trenddiät, sondern eine Ernährungsweise, an die wir seit Millionen von Jahren angepasst sind. Nahrungsknappheit hat unsere Vorfahren schon immer zu ausgedehnten Fastenphasen gezwungen. Um diese kargen Zeiten zu überstehen, musste der Mensch Mechanismen entwickeln, die es ihm möglich machten, Fastenperioden bei guter, körperlicher und mentaler Fitness zu überstehen. Hungerphasen haben zudem zu hormonellen, und neurologischen Anpassungen geführt, um uns stressresistenter und geistig wie körperlich leistungsfähiger zu machen Diese Überlebenssoftware ist ein geniales Erbe aus der Steinzeit, das in unseren Genen fest einprogrammiert ist, jedoch durch unseren heutigen Lebensstil kaum noch abgerufen wird.

Die heutige 24-7-Gesellschaft, in der vor allem industriell hergestelltes Essen, überall und für wenig Geld verfügbar ist, hat unser Ess- und Ernährungsverhalten vollkommen verändert. Was, wann und wie wir essen hat enormen Einfluss auf unser Gewicht und auf unsere Gesundheit. Wir essen den ganzen Tag, teilweise bis spät in den Abend. Viele Mahlzeiten passieren so andauernd unseren Verdauungstrakt. Viel Zeit für eine Esspause bleibt dann nicht mehr. Und das hat gesundheitliche Konsequenzen. 

Seminarinhalte: 

Theorie und Wissenschaft

Eine Zeitreise 

  • Nahrungsverfügbarkeit in unserer Menschheitsgeschichte
  • Moderner Lifestyle und Konsequenzen für die Gesundheit 
  • Von metabolischer Flexibilität zu metabolischer Inflexibilität 

Fasten heute 

  • Warum fasten Menschen? 
  • Überblick Formen des Fastens
  • Die populärsten Intervallfastenformen im Fokus: Time-Restricted Eating (z.B. 16:8), alternierendes Fasten (10 in 2, MMF), modifiziertes alternierendes Fasten (5:2) 

Fastenstoffwechsel – was passiert, wenn wir auf Nahrung verzichten? 

  • Wie gewinnen wir Energie? 
  • Muskelabbau durch Fasten? 
  • Hormonelle Anpassungen und metabolischer Switch 
  • Ketose und Autophagie 

Die Wissenschaft hinter dem Intervallfasten 

  • Was uns Tierstudien verraten
  • Postulierte und erwiesene Fasteneffekte auf den Menschen  

Wie effektiv ist Intervallfasten zum Abnehmen? 

  • Wie wirkt Intervallfasten auf die Körperzusammensetzung (Fett- und Muskelmasse)
  • Kann man mit Intervallfasten seine metabolische Flexibilität trainieren? 
  • Wie wirkt sich Intervallfasten auf den Zuckerstoffwechsel aus?
  • Wie beeinflusst Intervallfasten den Fettstoffwechsel?
  • Welchen Einfluss hat Intervallfasten auf unsere Hirngesundheit? 
  • Ist Intervallfasten eine Anti-Aging-Waffe? 
  • Risiken und Nutzen von Intervallfasten In der Krebsprävention und -therapie 
  • Wie wirken sich Esspausen auf unser Mikrobiom aus?
  • Wer sollte nicht fasten? 

Wie sicher ist Intervallfasten? Risiken und Nebenwirkungen 

Praxis – die Umsetzung 

Die richtige Intervallfasten-Methode hängt vom Ziel ab

Das Fastenfenster

  • Wie lange sollte man mindestens fasten? 
  • Welches Fastenzeitfenster ist optimal? 
  • Was darf ich trinken, was nicht und was bricht das Fasten, z.B. Kaffee mit Milch, Süßstoffe?
  • Wie wichtig ist Fastenbrechen beim Intervallfasten
  • Hunger und Carry-Over-Effekt durch Nahrungsverzicht? 

Das Essensfenster

  • Was essen, was meiden? 
  • Wann essen – zirkadianer Rhythmus und Meal-Timing (Breakfast- oder Dinner-Cancelling?)

Fasteneffekte beschleunigen und verlängern 

  • Effekte von Intervallfasten plus Low-Carb oder ketogene Ernährung 
  • Effekte von Intervallfasten plus Sport 
  • Effekte von Pflanzenstoffen auf die Autophagie, z.B. Spermidin, Kaffee, Polyphenole

Fragen und Diskussion 

Referentin: Dipl. oec. troph. Franca Mangiameli